Klaus‘ WM-Welt
7. PingPongParkinson Weltmeisterschaft 2026

vom 25.09.2026 bis zum 30.09.2026 in Hannover

von Klaus Helmig
Tag 1 – 24.09.2026
Ich fahre mit meiner Frau Gabriele von Dinslaken zu unserer Unterkunft bei Hans und Debbie. Mit an Bord „Ede“ Schunk, PPP-Stützpunktleiter in Oberhausen, Weltmeister im Doppel und diverse andere Titel. Wir laden Koffer und Gabriele bei Debbie ab und fahren weiter nach Hannover. Dort wollen wir uns für die WM akkreditieren. Schon auf dem Parkplatz werden wir mit großem Hallo begrüßt. PPP ist halt eine große Familie. Anmeldung, Entgegennahme von Startnummer (385) und anderen Unterlagen, aber vor allem das Spieler-Shirt. Nun ja, die Farbwahl ist „originell“, zumindest besser als die für die Helfer-Shirts. Das Logo hätte ich mir an prominenterer Stelle gewünscht.

Wir werden sehen.
Dann habe ich Ede noch zu seinem Hotel gebracht und bin zurück nach Antendorf zu Hans und Debbie, die schon die Fahne gehießt haben.

Das Abenteuer kann beginnen!
Tag 2 – 25.09.2026

Die erste Voraussetzung für einen erfolgversprechenden Tag ist erfüllt: ich habe gut und mehr als 6 Stunden am Stück geschlafen.

Habe heute das „TEAM GERMANY“-Shirt erhalten.
Mit Reiner im Doppel ein bisschen trainiert, gegen Gerhard aus Friesland in den Niederlanden. Der war einfach zu gut. Kein Wunder, er hat hinterher verraten, dass er TT-Trainer ist.
Um 15:00 zum Hauptbahnhof, die Dolmetscher von der WDS abholen, die die Ansprachen bei der Eröffnungsfeier übersetzen sollen. Ankunft mit ICE 680 um 15:34 auf Gleis 8. Um 16:00 soll Stellprobe für die Feier sein, vom Bahnhof zur SwisLifeHall 10 bis 12 Minuten – kein Problem.
Im Bahnhof Chaos. Betriebsstörungen führen zu Verspätungen und Zugausfällen! Zug soll pünktlich sein, max. 5 Minuten Verspätung. Denkste! um 15:40 heißt es, Zug hält nicht in Hannover, nächster Halt Celle. Info an das Orgateam. Panik!. Ich telefoniere mit den Dolmetschern Angelina und Felix. Schließlich können sie in Celle einen ICE Richtung Hannover besteigen und sind gegen 17:00 in Hannover. Tatsächlich finden wir uns und schaffen es rechtzeitig zur Halle, wo sie ihre Shirts bekommen und sich vorbereiten können.
Ihre Aufgabe ist nicht ganz leicht. Sie müssen im Anschluß an die Redner deren Rede zusammengefasst auf Englisch wiedergeben, ohne Textvorlagen oder Manuskripte. Also Notizen machen und dann im Scheinwerferlicht vor ca. 1.000 Gästen sprechen.
Moderator Nobert König (früher ZDF) stellt sie namentlich vor.

Sie übersetzen die Rede des Landesministers für Soziales, Andreas Philipi, des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Hannover, Belit Onay, und des Präsidenten des Landessportbundes Niedersachsen, Reinhard Rawe.
Und sie machen es gut. Applaus!
Dann geht die Eröffnungsfeier in allgemeines Chaos über.

Für Felix und Angelina ging es anschließend zurück nach Würzburg.

Dann Warten auf die Auslosung. Gegen wen werde ich in der ersten Runde spielen?
Aber es passierte nichts.
Tag 3 – 26.09.2026
Um 01:36 Uhr meldet sich der SMS-Service. Die Auslosung ist vollbracht.

und los gehts

Meine ersten Spielergebnisse:

Tja, das war wohl nix – alle verloren, immerhin 2 von 17 Sätzen gewonnen 😊, das bedeutet Platz 5 in der Gruppe.
But tomorrow is another day!
Tag 4 – 27.09.2026
Immerhin meldet sich der SMS Dienst diesmal eher. Um 10:00 soll es los gehen,

Die Doppel spielen Reiner und ich in der großen SwissLifeHall, wo auch die Eröffnung stattgefunden hat. Auf die Atmosphäre bin ich gespannt
Und um 17:00 geht’s in der Einzel Trostrunde gegen Ludwig Baltissen. Gespielt wird in der Halle des Landessportbundes.
Erst mal frühstücken. Danke Debbie!
Das Programm für heute:


Das wird schwer, gegen Wolfgang Krebs habe ich schon mal gespielt. Der hats drauf.
Die Unterstützung ist heute besonders stark. Gabriele kommt mit. Beste Freunde aus Visbek, Brigitta und Manfred haben ihr Kommen angekündigt. Lampenfieber? Oder woher kommt das leichte Zittern? 😊
Trotz des großen Beistandes war es dann eher bescheiden von der Ausbeute. Immerhin haben Reiner und ich ein Doppel gewonnen – trotz einer 10:12 Niederlage im 2. Satz, in dem wir aber schon 9:5 geführt hatten.

Der Fanclub: Gabriele, Manfred, Brigitta


Das Einzel gegen Ludwig Baltissen war ein spannendes Match über 5 Sätze, in dem zum Schluß die stärkeren Nerven von Ludwig und meine Ungeduld den Ausschlag gegeben haben. Da konnte die moralische Unterstützung und die beruhigende Art von Uwe als Schiedsrichter auch nicht mehr helfen.

Bei dem Bild fällt mir ein Zitat von Gerburg Jahnke ein:

„Wenn Gott gewollt hätte, dass Männer kurze Hosen tragen, hätte er ihnen kürzere Beine gemacht.“
Keine Ahnung, wie sie darauf kommt. Neid?
Tag 5 – 28.09.2026
Die heutige Aufgabe vom Team

„Moppel-Doppel“, das erste KO-Spiel in der Trostrundem gegen Christopher Braun und Klaus Mertens. Ihre Doppel-Bilanz lässt Optimismus aufkeimen – wenn Kondition und Nerven mitspielen (und Braun/Mertens schlecht geschlafen haben).

Dann wollen wir mal…
Und es war ein Tag voller Schweiß und zum Glück am Ende mit Freudentränen;
zuerst eine dreiviertel Stunde Training mit Reiner in der HockeyHalle, Werbung für den SC Buschhausen im Imbiß-Zelt,

dann zurück in die SwissLifeHall, Gruppenfoto mit den 1912ern.
Dann das Spiel:
nach dem ersten Satz durchgepustet, im zweiten Satz gemerkt, da geht was, dann tief Luft geholt und uns fest in die Augen geschaut, dass Susanne fast gerührt war, Konzentration, und zum Schluß waren wir ein bisschen stolz auf uns.

Für Reiner und Susanne gabs zur Belohnung und Motivation für das morgige Spiel ein Eis.

Tag 6 – 29.09.2026



ESO ist präsent!
Warmspielen mit Reiner, dann das Match
Es hat nicht sollen sein. Ich war zu nervös und wollte es dann erzwingen. Und plötzlich ist die Platte kleiner als sonst, das Netz höher und die Thermik lässt den Ball aufsteigen. Die Gegner Dietmar und Frank wären zu schlagen gewesen, auch sie waren nervös, viele Aufschlagfehler zeugen davon, aber am Ende war das Glück, wie sie selber sagen, auf ihrer Seite.

Reiner und ich sind uns aber einig, dass wir daran arbeiten wollen. Schließlich hat es trotz der Niederlagen eine Menge Spaß gemacht.
Und nächstes Jahr in der Schweiz, wer weiß… „
Klaus & Reiner – die beeindruckt keiner
Reiner & Klaus – die haben’s raus!
Tag 7 – 30.09.2026
Finalspiele und Abschluß der 7. PPP WM 2026 in Hannover
Wir haben spannende Spiele im Halbfinale und Finale gesehen. Und bei der Siegerehrung kamen noch einmal die Dolmetscher der WDS zum Einsatz.
Dieses Mal wurden sie als Schüler der Würzburger Dolmetscher Schule WDS vorgestellt. Und wieder haben sie ihre Sache prima gemacht. Und sogar die Deutsche Bahn hat mitgespielt!



Angelina und Felix vor und während ihres zweiten Einsatzes



Dank von Thorsten Boomhuis, 1. Vorsitzender von PPP Deutschland


und von Isabell Meyer, Geschäftsführerin PPP Deutschland


und auch von den Aktiven Michi Busch (Schwabe aus Berlin)
und Jan Droste (mit Heike Ostheimer 3. im Mixed Doppel Cat.3)
Die Ergebnisse:
im Einzel in der Trostrunde unter den letzten 32

und im Doppel in der Trostrunde unter den letzten 16 Teams

Fazit:
Es war ein tolles Erlebnis! Anstrengend, schweißtreibend, viel Herzblut, nette Menschen, gute Gespräche, Spaß, wenig Schlaf.
Danke an
- Gabriele, dass sie mich unterstützt, und mich antreibt, wenn Herr Parkinson mal wieder seinen Tribut fordert
- Silvia Semidei, weil sie die Sponsoren-Idee mitgemacht hat
- Jill Semidei für ihren Einsatz bei der Umsetzung
- Mitarbeiter und Schüler aus Hannover für ihr Mitwirken und ihren Einsatz

- Felix und Angelina sowie Simone und Romy von der WDS für ihr Mitwirken
- die Parkies und PoPs vom SC Buschhausen 1912 e.V., meine zweite Familie, die uns aus der Ferne Mut gemacht haben (PoP: Person ohne Parkinson) und die, dabei waren

dabei waren, von links: Klaus, Dennis, Ede, Bülent, Timo, Joachim, Franz, Reiner
- Reiner, meinen geduldigen und nachsichtigen Doppelpartner
- und nicht zuletzt an meine Tochter Dietke, die mich einfach ohne zu fragen bei der Truppe angemeldet hat, weil es helfen soll, und damit ich in Bewegung bleibe.
Das Ziel:
Teilnahme an der 8. PingPongParkinson Weltmeisterschaft vom 12. bis 17. Oktober 2027 im Nationalen Sportzentrum Magglingen in der Schweiz, mit dem Team „Moppel-Doppel“?
Klaus Helmig, im September 2026