Ostenfeld statt Osterfeld, 1. Stada-Cup 11.4.26

Ein subjektiver Bericht vom Admin dieser Seite.

Was gibts Schöneres als am Welt-Parkinson-Tag ein Turnier zu spielen? Dieses Mal ging es in den hohen Norden, nach Ostenfeld. Ja Ostenfeld, nicht unser Oberhausen-Osterfeld, das waren immerhin 490 km Entfernung. Das entspricht 263 nautischen Seemeilen. Rechnet man das hier wirklich so? Vielleicht, aber hier wird auch ja auch jede/r mit einem herzlichen MOIN begrüßt, egal zu welcher Tageszeit.
Und…freundlich sind die zahlreichen Menschen, bekannte oder auch unbekannte allemal !!!

Hier sollte also der 1. Stada-Cup stattfinden. Ich muss sagen, ich war gespannt, was das für eine Halle war, in einem größeren Dorf mit ein paar hundert Seelen. Das war der erste Fehler: es waren rd. 1.500 Seelen und ein Halle, schade dass man an dieser Stelle nicht pfeifen kann. Respekt liebe Gemeinde, was ihr da zusammengebracht habt. Da machte das Spielen Spaß!

Und… jetzt schon einmal – herzlichen Dank an Wolfgang Stickdorn, was er und seinen Kollegen/-inne auf die Beine gestellt haben, war schon wirklich Klasse.
Ich war gespannt, welche Gegner mir, als Einzelkämpfer aus dem Pott, von den insgesamt 23 Teilnehmenden zugelost werden sollte.

Nun ging es also los, direkt mit einem Hammer: Ich durfte zuerst gegen Rachid Amir antreten, nach Aussage der Vereinskollegen, einer der besten aus dem Verein. Das wusste ich Gottseidank nicht, ich nahm nur einen netten Ex-Ruhrie wahr, der mir offenbar gut lag, denn ich konnte mit 3 : 0 das Match für mich entscheiden.

Als nächster Gegner kam Reinhard Augstein aus der Nähe von Wismar. Auch hier war Reinhard für mich ein unbeschriebenes Blatt. Auch hier muss ich sagen, das war gut so, denn der Reinhard mit seinem Penholdergriff war wohl kein Schlechter. Das zeigte sich auch im Spiel, denn ich brauchte 5 Sätze, um Reinhard zu besiegen.
Das war ein echt schönes und angenehmes Spiel, konnte er sich doch so herrlich über vergebene Chancen ärgern oder so schön Punkte feiern.
(Seht aber selbst in dem Video)

Dann ging Lars Krackow mit mir an die Platte. Lars war mir auch nicht bekannt, aber wohl einer der guten Spieler unserer Gastgeber aus dem hohen Norden, wie sich dann rausstellte. Eigentlich war ich wie die Hummel, die flog, aber eigentlich gar nicht wusste, dass es physikalisch gar nicht möglich war.
Ich bin dann auch zunächst auf den Boden der Tatsachen runtergezogen worden und lag nach zwei Sätzen mit 0 : 2 hinten.
Aber, wer mich kennt, kennt auch den Spruch: „Die Oper ist erst dann vorbei, wenn die dicke Frau gesungen hat!“. So ist es mir dann auch gelungen, Lars die nächsten drei Sätze abzunehmen und als Sieger die Platte zu verlassen.

Jetzt konnte mich doch wohl keiner mehr bremsen, oder? Und die Frage wurde mir schnell beantwortet, in Person von Karl Friedrich „ohne Bindestrich“ Kern!
Er sollte mir mit seinem Aufschlag große Probleme bereiten. Außerdem war meine Konzentration leider mittlerweile ein wenig schwach, um dagegen zu halten. Eigentlich hatte Karl Friedrich nur einen Aufschlag, diesen aber in mannigfaltigen Versionen, sodass ich zwar nach und nach etwas besser ins Spiel kam, aber er dann halt eine neue Variante nutzte, um mich in den ersten zwei Sätzen echt “abzuziehen“ (ich glaube mit zwei oder drei Pkt.)! Einzig im dritten Satz „erlaubte“ er mir, ein paar Punkte mehr zu sammeln, was aber am Ergebnis 0 : 3 nichts ändern sollte.

Ich muss zugeben, dass ich echt etwas frustriert und ausgelaugt war, als ich zum 5ten Spiel auf den „Kieler Jung“ Jochen Kühl traf. Jochen ist Meister im Understatement und meinte, er wäre bei den Kielern nur der, der den Ball übers Netz kriegt.
War es nun mein beschi… Spiel oder hatte mich Jochen nur angeflunkert? Jedenfalls brachte er die Bälle so übers Netz, dass ich sie selten vernünftig retournieren konnte. Aus den von mir zurückgebrachten Aufschlägen, die meist viel zu hoch kamen, ballerte er mir einige so um die Ohren, dass ich nur noch hinterschauen konnte und den Ball aufheben durfte.
Folgerichtig hieß es dann 3:0. Aber immerhin habe ich gegen einen netten Menschen verloren!

Von einem erhofften Sieg, blieb ich damit leider weg. Trotzdem wurde ich dann noch wohl Fünfter bei 23 Startern. „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen!“

Was positiv war: Ich habe gegen den späteren Sieger des Cups die Klatsche bekommen: Karl Friedrich ohne Bindestrich lies Hauke Jensen im Finalspiel nicht den Hauch einer Chance! Herzlichen Glückwunsch.

Und es gab noch etwas zu gewinnen. Einen Reisegutschein. Der ging aber an Hauke, der sich mächtig darüber freute. Viel Spaß damit.

Alles vorbei ? Nein, es gab noch für 6 Pärchen ein Mixed Turnier. Mir wurde Sandra Furtenbach zugelost. Was toll war, wir harmonierten ohne große Probleme und hatten insgesamt 3 gute Spiele.
Eines gegen Ludger und Karin konnten wir mit 3:0 gewinnen. Die beiden anderen Spiele gaben wir dann jeweils im 5. Satz mit jeweils -2 Punkten ab.
So what, es hat richtig Spaß gemacht.
Einen vierten Platz von 6 konnten wir noch erreichen. Egal, Danke Sandra für ein schönes Miteinander und bis bald mal.

Fazit: Was auch hier für mich zählte: Ich habe mal wieder einige neue, nette Menschen mit Parkinson kennengelernt, bei denen ich mich schon bei den nächsten Turnieren auf ein Wiedersehen freue.
UND…noch einmal ganz herzlichen Dank für das Team um Wolfgang und Torben für ein schönes Turnier bei Euch Nordlichtern!!! (in einer echt tollen Sporthalle!)

Ein subjektiver Bericht von Admin Timo

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