Emscherpokal 25 – Timo’s Review
Ein vollkommen subjektiver Bericht von mir, durch meine Brille gesehen.
Oh wow, nach monatelanger Vorbereitung durch unser OrgaTeam, war es endlich soweit, die letzten Meter zu unserem Ziel zu machen: dem Emscherpokal 2025! (die vierte Ausgabe)
Jetzt gilt es durchzuhalten, die letzten „Schleifarbeiten“ durchzuführen und zu starten.
123 Tischtennisspieler/-innen warteten auf den Startschuss am Sonntag morgen um 10:12 Uhr. Trotz der Organisationsaufgaben, hatte ich mich dazu entschieden an der Konkurrenz teilzunehmen. Aber dazu später.
Der erste Part war schon mal erledigt. Wir haben Samstag Abend mit ganz vielen Helfern vom SCB12 und des FSH, die Platten in nullkommanix aufgebaut, die Tombola platziert, die Getränke eingeräumt, das Catering positioniert und waren bereits um 18 Uhr fertig, vor dem Planziel.
Und, die sehr motivierten Spieler, nutzten die Zusatzzeit um an ihrem Spiel zu feilen. Um 20:30 Uhr war dann aber auch für alle Schluss. Glücklich, dass alles so gut passte, wie ein Uhrwerk.
Eigentlich sollte ja nun, da wir im Rennen waren, die mentale Last ein wenig runtergehen. Nur geträumt, denn leider hatte es unseren „Magier der Turnierleitung“ und Softwarevirtuosen Tobias voll erwischt und war nun krankheitsbedingt ausgefallen. Gianni und Alex gaben sich jedoch zuversichtlich, das in den Griff zu kriegen. Es keimte ein Hoffnungsschimmer auf, dass alles gut werden würde.

9:30 Uhr, der organisatorische Startschuss. Pünktlich zum ersten Akt kam der erste Schirmherr und Oberbürgermeister der Stadt Essen, Thomas Kufen, in die Halle.
Mir war es vergönnt, vorher noch eine Begrüßung loszulassen und vor allem unseren Sponsoren zu danken, ohne die hier recht wenig laufen würde.
Und dann der Blick in die proppevoll gefüllte Halle, wow – Wahnsinn!
Wenig später übernahm der OB und stellte das Turnier in einer motivierenden Eröffnungsrede „scharf“.
Einige Fotos und Infos gibt es auf seiner Instagram-Seite.
Da wir uns dafür entschieden hatten, Einzel und Doppel zu spielen, mussten Gianni und Alex noch ein paar Instruktionen loswerden. Vor allem aber auch, allen Helferinnen und Helfern zu danken, dass u.a. der Aufbau so schnell geklappt hatte.
Dann begann meine persönliche Achterbahnfahrt, denn ich hatte schon ein bischen Bauchgrummeln zum Start, da unser Tobias ja leider wg Krankheit ausgefallen war. Also mussten Gianni und Alex und zeitweise auch Max versuchen, das in den Griff zu bekommen. Der Drucker druckte nicht was er sollte, eine Verbindung zu den Bildschirmen kam nicht zustande, auch nicht zur App und noch ein paar Kleinigkeiten.
Das Grummeln in meinem Bauch wuchs sich aber weiter aus, obwohl Gianni sich Mühe gab mich zu beruhigen. Außen war alles top, aber innerlich schlug ich die Hände über dem Kopf zusammen.
So sollte auch mein Spiel in der Vorrunde aussehen, gedanklich war an Tischtennis gar nicht zu denken. Die Szenarien schwirrten bei jedem Ball im Kopf herum. Von 4 Spielen in der Vorrunde vergeigte ich 3! Eines davon sogar 0-11 und 1-11, das hatte ich noch nie – unfassbar!
Aber, die drei haben das zum Schluss perfekt hinbekommen. Nahezu kein Teilnehmer hat von unseren Schwierigkeiten etwas mitbekommen. Ein großes DANKESCHÖN an Euch!
Nach rd. 2 Std. waren alle Probleme beseitigt und es ging für mich in eine unbeschwertere zweite Halbzeit. Also nach 6 Loopings und vier Abfahrten und steilen Anstiegen, rollte für mich der Wagen auf eine gemäßigte Weiterfahrt zu.
Es begann für mich in der LK4 das Turnier erst in der Hauptrunde richtig. Nach den Siegen gegen Weltmeisterin Sandra und einem 3:0 gegen Ulrich Renner stand ich tatsächlich im 1/4 Finale und musste dort gegen die Kleverin Siggi spielen und … gewann, auch für mich überraschend ziemlich klar mit 3:0. Ich war im Halbfinale und konnte es kaum fassen, dass die Achterbahnfahrt auf der zweiten Runde so abgehen würde. Davon getragen, konnte ich die liebe Nicole von Borussia Düsseldorf ebenfalls ohne Satzverlust bezwingen und stand tatsächlich im Fiiinaaaale gegen Herbert, ebenfalls aus Düsseldorf.
Das sollte ein bewegtes Spiel werden, die Achterbahnfahrt der Gefühle kam etwas zurück. Denn wir schlugen uns wahrlich finalwürdig den kleinen Plastikball um die Ohren!
Im Film der Sätze hieß das: 1:0 Herbert, 1:1 Klaus; 1:2 Klaus; 2:2 Herbert und schließlich konnte ich dank meinem befreiten Kopf den 5. Satz mit 11:4 sicher nach Hause bringen und war zum ersten Mal Sieger im Finale LK4 unseres Emscherpokals, was sich dann auch in einem Freudenschrei zeigte.
Lars Kriegel vom FSH hat u.a. unser Finale auf Youtube eingestellt. Wer mag, kann den Film hier anschauen (ca. 10 min).

Das was dann kam, war tatsächlich auch neu für mich. Die Siegerehrung als Gewinner des 1. Platzes! Alex übernahm gekonnt wie immer die Siegerehrung der Finals und übergab die Trophäe an uns drei Erstplatzierte. Ein schönes Gefühl!
Ich war einfach überglücklich, nach dem miserablen Start am Morgen, im Finale als Sieger hervorzugehen. Und… ich war mindestens ebenso glücklich, dass auch das ganze restliche Turnier, lief wie am Schnürchen:
Das Catering war nahezu perfekt, u.a. die Currywurst fantastisch, die Sponsoren großartig, ein überglücklicher Matratzengewinner von Lewetex, super motivierte und freundliche Mitarbeiter beim RuhrpoTTsport und vor allem… glückliche Teilnehmer*innen, die uns zahlreich attestierten ein hervorragendes Turnier organisiert zu haben.
Ergo habe ich nun, mit meinen Kollegen aus der Orga, doppelt gewonnen, wobei das vielfache Lob fast noch besser schmeckte als der Finalsieg.
Die Achterbahnfahrt war nun zu Ende und ich strahlte wie ein Honigkuchenpferd.
DANKE an alle die dabei waren und das Turnier zu dem gemacht haben was es wurde: Spielende, Helfende, Sponsoren und Fans/Familie. Und…DANKE an das ganze FSH-Team für die tolle, unkomplizierte Zusammenarbeit!
Wir hoffen Euch im nächsten Jahr alle wiederzusehen – für mich dann vielleicht mal ohne Achterbahn!
Euern Klaus (Timo)
